Zur Ausgangssituation in Neukölln

           

Quelle: Broschüre

       

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Berlin ist mit seinen zwölf Bezirken in Bezug auf Lebensstandart und Bildungsniveau insgesamt äußerst heterogen. So gibt es in jedem Bezirk Orte, in denen die soziale Lage und das Bildungsniveau der Einwohner sehr gut sind, ebenso gibt es jedoch Regionen, die sich zunehmend zu sozialen Brennpunkten entwickeln. In Neukölln befinden sich neun solcher Gebiete, die durch hohe Arbeitslosigkeit, niedriges Einkommen, Bildungsarmut und einen großen Anteil an Familien mit Migrationshintergrund gekennzeichnet sind. Aufgrund der unzureichenden Deutschkenntnisse und des ni9edrigen Bildungsniveaus sind die Migrantenfamilien am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen. In den Kitas und Grunschulen Neuköllns haben 70% der Kinder einen Migrationshintergrund. Die Einrichtungen sind dadurch vor große Herausforderungen gestellt. Der strukturell bedingte Verlust von Erziehung in den Familien führt oft zu Spannungen und Aggressionen zwischen den Kindern und belastet den Unterricht, eine Situation, auf welche die Lehrkräfte nicht genügend vorbereitet sind.

 
 
 
 
 
 
 
 
   
   
           
           
 

Der aktuelle Spezialbericht 2007-1 ( Basisdaten zur gesundheitlichen und sozialen Lage von Kindern in Berlin ) zeigt, dass es eine Vielzahl der Neuköllner Schüler zudem unter Bewegungsmangel und Koordinationsschwierigkeiten leidet. Besonders akut ist dies bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien. Darüber hinaus wird ein direkter Zusammenhang zwischen mangelnder Bewglichkeit und Medienkonsum vor allem in sozialschwachen Familien festgestellt, der im Berliner Bezirk Neukölln im Vergleich zu anderen Bezirken stark ausgeprägt ist. Zunehmende Schwierigkeiten beim Erwerb der deutschen Sprache, mangelnde Motivation, Konzentrationsschwächen und negatives Sozialverhalten erschweren die Entwicklungschancen der Schüler erheblich und prägen häufig die ganze Schullaufbahn. Entsprechend beeinträchtigt sind die Ausbildungs- Berufschancen dieser Kinder.

 
 
 
 
 
   
   
           
           

Der Bezirksbürgermeister von Neukölln, das Quartiermanagement und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung haben erkannt, dass Neukölln Zukunftspotenziale und -perspektiven hat, wenn es gelingt, Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen, sozial benachteiligten Familien Integrations- und Entwicklungschancen zu bieten. Deshalb werden in Neukölln Projekte initiiert und unterstützt, die mit Grund- und Oberschulen intensiv zusammenarbeiten und soziale, motorische, persönliche und sprachliche Kompetenzen der Schüler in multiethnischen Klassen fördern.

 
 
 
 
 
           
           
 

Vor diesem Hintergrund entstanden Projekte wie der "Mitmachzirkus". Es wird als Modellprojekt von 2006 - 2008 mit insgesamt 300.000 Euro von dem Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Soziale Stadt" gefördert. Die Koordination erfolgt über das Bezirksamt Neukölln und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

 
   
   
   
         

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